4 Qualitätsstufen beim Strom

4 Qualitätsstufen beim Strom

Ein Blogbeitrag von Caspar

Wir wollen #energieneudenken und von zentraler Bedeutung ist dabei unserer Meinung nach nichts weniger, als eine neue Definition für das, was wir Ökostrom nennen. Die meisten Menschen verstehen unter Ökostrom vermutlich Strom, der zu 100 % aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Darunter fällt Strom aus Solarenergie, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse. Solange wir die Produktionsseite betrachten, ist das unstrittig. Spannend und deutlich weniger intuitiv wird es hingegen, wenn wir Ökostrom von der Verbrauchsseite betrachten – denn da gibt es in Deutschland keine gesetzliche Definition. Das führt dazu, dass eine Vielzahl von Meinungen und Bewertungen darüber kursieren, was Ökostrom ausmacht und wann er gut ist. Nahezu jeder Anbieter hat seinen eigenen Narrativ und zahlreiche Label ihre eigenen Kriterien. Wir haben die derzeit existierenden Stromtarife in 3 Qualitätsstufen unterteilt und anschließend eine vierte Stufe hinzugefügt, die abbildet, wie Ökostrom unserer Meinung nach aussehen sollte.

Unserer Meinung nach sollte sich alles um den Ausbau erneuerbarer Energien drehen…

Stufe 1 – Einfach nur umweltschädlich

Graustrom beinhaltet zum großen Teil Kohle- und Atomstrom und verursacht deshalb erhebliche Klima- und Umweltschäden. Trotzdem wird er immer noch von über 80% aller Haushalte bezogen.

Stufe 2 – Nicht überall wo „Öko“ draufsteht, ist auch Öko drin

In vielen Fällen kann Ökostrom nur deshalb als solcher ausgewiesen werden, weil die Anbieter ihn mit Herkunftsnachweisen „grün waschen“. Tatsächlich handelt es sich aber um den gleichen Strom wie in Stufe 1, der die gleichen Schäden an der Umwelt verursacht.

Stufe 3 – Strom aus grünen Kraftwerken, aber kein Zubau

Gute Ökostromanbieter beziehen ihren Strom zu 100% von Betreibern erneuerbarer Energien und sorgen durch einen im Strompreis enthaltenen Förderanteil dafür, dass auch einige Solar- oder Windenergieanlagen gebaut werden, so z.B. unser Kooperationspartner, die EWS.

Stufe 4 – Invest & Strom von Golfstrom

Leider ist der Förderanteil aus Stufe 3 viel zu gering, um den Ausbau der erneuerbaren Energien ausreichend voranzubringen. Wir ermöglichen dir deshalb, selbst direkt in die Energiewende zu investieren und damit deinen eigenen Strom in einer neuen Anlage zu produzieren. Damit ist deine CO2-Bilanz um ein Vielfaches besser als bei Stufe 3.

“Als erstes Startup verknüpfen wir bei Golfstrom konsequent Ökostrombezug mit der Beteiligung unserer Kunden am Ausbau der Solarenergie”

Unser Invest & Strom, den wir Stufe 4 zuordnen, mal ausgenommen, existieren heute also vereinfacht gesagt 3 Qualitätsstufen. Der WDR hat in Quarks dazu kürzlich ein sehr anschauliches Erklärvideo produziert, dass wir euch nicht vorenthalten möchten: Link zum Erklärvideo

Wir überspringen an dieser Stelle die ersten beiden Stufen und widmen uns direkt Stufe 3, also der bisher besten Qualität von Ökostrom. Natürlich gibt es auch hier einige Abstufungen, doch im Kern haben alle Tarife gemeinsam, dass sie von Anbietern stammen, die ausschließlich Ökostrom verkaufen. Sofern die Anbieter selbst Strom erzeugen, stammt auch dieser zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Unterm Strich ist es somit vollkommen berechtigt, wenn diese Anbieter ihren Kunden 100 % erneuerbare Energie als Stromherkunft ausweisen, verbunden mit der Angabe, dass dieser Strom keine CO2-Emissionen oder Atommüll verursacht hat. Würde man jetzt die Kunden dieser Tarife fragen, würden viele wohl Klimaschutz und Nachhaltigkeit als zentrale Motivation dafür angeben, diesen Tarif gewählt zu haben. Damit verbunden ist meistens die Annahme, dass die eigene Nachfrage nach Ökostrom ja auch dazu führt, dass mehr Ökostrom produziert wird. Diese Rückwirkung des eigenen Konsums auf die Produktionsseite sind wir bei gewöhnlichen Gütern vom Fairtrade-Lebensmittel bis zur Flugreise ja gewöhnt. Dort können wir durch die Entscheidung, was wir kaufen und was nicht, Einfluss darauf nehmen, was produziert wird und was nicht. Beim Strom ist das anders.

Um eine Kilowattstunde Ökostrom verkaufen zu können, muss das grüne Kraftwerk, welches diese erzeugt, bereits existieren. Das bedeutet zugleich, dass für die von den Kunden nachgefragte Ökostrommenge bereits ausreichend Erzeugungskapazitäten zu Verfügung stehen. Diese produzieren jetzt, abhängig von Wind und Wetter, Ökostrom und speisen ihn in die Netze ein – und zwar erstmal unabhängig davon, ob es Ökostromkunden gibt oder nicht. Dieser Zusammenhang wird schnell klar wenn man darüber nachdenkt, was wohl passieren würde, wenn von einem auf den anderen Tag sämtliche Ökostromkunden in einen normalen Tarif zurückwechselten. Es würde kein einziges Windrad und keine Solaranlage abgebaut werden – die Ökostromproduktion bliebe die gleiche.

Die Forscher des Hamburg Institut geben uns in einer aktuellen Studie recht: “Der Kauf von Ökostrom sollte künftig zu einem zusätzlichen Ausbau der Erneuerbaren in Deutschland führen.”

Jetzt stellt sich also die Frage, wann tatsächlich erneuerbare Energien zugebaut werden. Damit die Nachfrage nach Ökostrom einen zusätzlichen Ausbau auslöst, müsste die Nachfragemenge die angebotene Menge übersteigen. Da aber bilanziell allein in Deutschland bereits etwa 40 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen, jedoch weniger als 20 % der Haushaltskunden Ökostrom beziehen und die Haushalte neben Gewerbe und Industrie nur rund ein Drittel des Stromverbrauchs verursachen, wird dieser Zustand absehbar nicht eintreten. Dazu kommt, dass auf dem europäischen Strommarkt auch existierende Ökostromproduktion aus dem Ausland in Deutschland verkauft werden kann. Allein die Nachfrage von Ökostrom der Stufe 3 führt somit nicht oder nur kaum zum Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Diskussion beim Ökostrom dreht sich unserer Meinung nach viel zu sehr um die Zuordnung bereits bestehender Ökostromproduktion auf die Endkunden und verliert den Ausbau der erneuerbaren Energien aus dem Blick.

“Wir sind deshalb der Meinung, wer seinen Stromverbrauch nachhaltig gestalten will, muss auch am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligt sein.”

Mit Invest & Strom machen wir genau das – wir heben die Ökostromqualität auf die nächste Stufe. Wir verknüpfen den besten existierenden Stromtarif aus Stufe 3 mit der direkten Beteiligung unserer Kunden am Ausbau der erneuerbaren Energien. Die unserer Meinung nach wichtigsten Kriterien für Ökostromanbieter hat Robin Wood in diesem Beitrag zusammengefasst und wir freuen uns sehr, mit den EWS ElektrizitätsWerke Schönau zu kooperieren. Den zusätzlichen Klimaschutzbeitrag bei Invest & Strom haben wir in einem Blogbeitrag erläutert.

Interessiert? Dann wechsel noch heute zu Invest & Strom!

Unsere neue Webpräsenz ist fertig!

Du kannst dich hier gerne noch informieren, für aktuelle Angebote und Vertragsabschlüsse geh bitte auf www.golfstrom.org

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